Warum das Schieden im Winter entscheidend ist?
Schieden im Winter im angepassten Brutraum – So bereitest du dein Bienenvolk optimal vor
Wenn du mit dem angepassten Brutraum arbeitest, weißt du bereits, wie wichtig eine gezielte Steuerung der Brutnester für die Volksstärke und Gesundheit deiner Bienen ist. Doch gerade das Schieden im Winter und Frühjahr wirft viele Fragen auf: Wann ist der richtige Zeitpunkt? Wie viele Waben sollte ich stehen lassen? Und warum ist das überhaupt notwendig? In diesem Artikel erfährst du alles, was du über das Schieden im Winter wissen musst, um deine Bienen gesund und stark ins neue Jahr zu bringen.
Was bedeutet Schieden und warum ist es im Winter wichtig?
Beim Schieden handelt es sich um das gezielte Einschränken des Brutraums durch das Setzen eines Schiedes – einer Trennwand, die das Brutnest auf eine optimale Größe begrenzt. Diese Technik hilft den Bienen, ihre Wintertraube kompakt zu halten, fördert eine effiziente Wärmeregulierung und reduziert den Energieverbrauch des Volkes. Besonders in der kalten Jahreszeit sind dies entscheidende Faktoren für das Überleben des Bienenvolks.
Der richtige Zeitpunkt für das Schieden im Winter
Viele Imker fragen sich, wann sie im Winter das Schied setzen oder anpassen sollten. Grundsätzlich erfolgt das eigentliche Schieden bereits im Spätsommer oder Herbst, bevor sich die Wintertraube bildet. Zu diesem Zeitpunkt sollten die Schiede an die Bienenmasse angepasst werden. Aufgrund der Höhenlage setzte ich die Schiede im Herbst ganz nach außen, damit die Bienen ungehindert zum Futter gelangen können.
Ende Januar bis Mitte Februar erfolgt dann der erste große „Eingriff“. Dabei schiede ich die Völker auf circa vier Dadant-Rähmchen, zentriere das Volk und verteile die Futterwaben auf beiden Seiten. So habe ich mehrere Dinge auf einmal erledigt.
- Kontrolle auf Weiselrichtigkeit
- die Völker sind entsprechend ihrer Größe eingeengt
- Futterkontrolle
- Kontrolle/Zentrierung des Bienensitzes
Im weiteren Frühjahr: Anpassung des Schieds an das wachsende Brutnest.
Wie viele Waben bleiben beim Schieden im Winter?
Die optimale Anzahl der Waben hängt von der Volksstärke und dem Rähmchenmaß ab.
Grundsätzlich gilt für mich bei Dadant:
- Schwache Völker: zwei bis drei Waben.
- Mittelstarke Völker: drei Waben.
- Starke Völker : vier Waben.
Tipp: Setze das Schied so, dass es das Brutnest gut eingrenzt, aber nicht zu stark einengt. Die Bienen sollten genügend Platz für ihre Wintertraube haben, ohne unnötigen Energieaufwand für die Beheizung leerer Waben.
Vorteile des Schiedens im Winter
Das gezielte Schieden bringt viele Vorteile für dein Bienenvolk:
- Optimale Wärmehaltung: Ein kompakter Brutraum hilft den Bienen, ihre Temperatur effizient zu regulieren.
- Geringerer Futterverbrauch: Weniger Raum bedeutet weniger Heizaufwand und damit weniger verbrauchtes Winterfutter.
- Bessere Frühjahrsentwicklung: Durch ein eng begrenztes Brutnest wird das Volk im Frühjahr schneller stark.
- Vermeidung von Schimmel: Weniger unbesetzte Waben reduzieren die Gefahr von Schimmelbildung.
Häufige Fehler beim Schieden im Winter und wie du sie vermeidest
- Zu große Bruträume belassen: Wenn du zu viele Waben stehen lässt, müssen die Bienen unnötig Energie aufwenden, um die Temperatur im Stock zu halten.
- Falsche Positionierung des Futtervorrats: Achte darauf, dass sich das Futter immer in Reichweite links und rechts der Bienen befindet, damit sie nicht verhungern.
Fazit: Schieden im Winter – eine einfache Maßnahme mit großer Wirkung
Das Schieden im Winter ist ein entscheidender Schritt für die erfolgreiche Überwinterung und eine starke Frühjahrsentwicklung deiner Bienen. Mit einer durchdachten Anpassung des Brutraums kannst du die Wärmehaltung optimieren, den Futterverbrauch reduzieren und die Volksentwicklung gezielt steuern. Beobachte deine Bienen, passe das Schied rechtzeitig an und profitiere im kommenden Frühjahr von vitalen, leistungsfähigen Völkern.
Hast du bereits Erfahrungen mit dem Schieden im Winter gemacht? Teile deine Erkenntnisse in den Kommentaren und lass uns gemeinsam lernen!


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