Bio-Honig ist nicht gleich Bio-Honig. Viele Produkte tragen das Bio-Label, doch was dahintersteckt – von der Standortwahl bis zur Varroa-Behandlung – ist selten transparent. Hier zeigen wir dir die acht Grundsätze nach denen wir auf dem Biohof Bramreither in Helfenberg (Bezirk Rohrbach) imkern.
Nicht als Marketingversprechen, sondern als gelebte Praxis seit 2017.
1. Standortwahl – Honig schmeckt nach Landschaft
Honig ist der Geschmack der Landschaft. Darum wählen wir die Orte, an denen wir unsere Bienenstöcke aufstellen, sorgfältig aus. Die fleißigen Insekten sollen ausreichend Nektar und Pollen im nahen Umkreis finden, um sich und die Brut optimal versorgen zu können. Der Großteil der angrenzenden Flächen sind biologisch bewirtschaftete Wiesen oder weitläufige Waldgebiete.
Ein weiterer wichtiger Grundsatz der Bio Imkerei ist die Erhaltung der Biodiversität. Die Bienen spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen und der Erhaltung der biologischen Vielfalt. Die Bio Imkerei achtet darauf, dass die Bienen in einer natürlichen Umgebung leben und sich von natürlichen Ressourcen ernähren können. Dadurch werden die Bienen in die Lage versetzt, ihre natürliche Umgebung zu erkunden und eine breitere Palette von Pflanzen und Blüten zu besuchen, was ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden verbessert.
Wo genau unsere Bienenstände stehen und wie wir unseren Hof bewirtschaften, erfährst du auf unserer Über uns-Seite

2. Fütterung – ausschließlich Bio-Futter
Die Fütterung unserer Bienenvölker geschieht ausschließlich mit Bio Futter. Sei es mit
- Bio Zucker vermischt mit Wasser,
- Bio Fertigsirup aus Rübenzucker oder
- Bio Futterteig.
3. Rückstandsloses Wachs – sauber von Anfang an
Die Zellen aus Wachs auf den Waben werden von den Bienen mehrfach genutzt. Es wird Honig, Blütenpollen, Winterfutter gelagert und die Bienenbrut entwickelt sich in den Wachszellen vom Ei zur fertigen Biene.
Dabei ist es uns sehr wichtig, dass das Wachs keine Rückstände aufweist, da diese sonst in den Honig oder die Brut übergehen können.
Mehr über Bienenwachs und wie wir es weiterverarbeiten: Bienenwachs – der Baustoff der Bienen

4. Naturwabenbau – die Biene entscheidet selbst
Wir lassen unseren Bienen ausreichend Raum und Platz, damit sie Naturwabenbau erstellen können. So können die Insekten selbst entscheiden, ob sie Zellen für Arbeiterinnen oder Drohnen erstellen wollen. Die restlichen Rähmchen werden mit Mittelwänden aus eigenem Bio Wachs ausgestattet.
5. Bienenbehausungen aus unbehandeltem Holz
Die Verwendung von natürlichen Materialien ist ein weiterer wichtiger Grundsatz der Bio Imkerei. Unsere Beuten (= Wohnungen für die Bienen) sind ausschließlich aus unbehandeltem Holz. Nur Verbundteile wie Schrauben, Bodengitter oder Außendach sind aus Metall. Wir verwenden nur natürliche Methoden, um die Bienenstöcke zu isolieren und vor Kälte und Hitze zu schützen. Dadurch wird eine natürliche Umgebung geschaffen, die den Bedürfnissen der Bienen entspricht und ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden unterstützt.
6. Regelmäßige Kontrollen & Laboranalyse
Unser Betrieb wird jedes Jahr durch eine Bio Kontrollstelle geprüft und zertifiziert. Zudem lassen wir von jeder Honigernte eine Probe im Labor untersuchen. So können wir unseren Kunden höchste Qualität anbieten.
Die Ernten werden im Labor analysiert – das schmeckst du in jedem Glas.
Hier geht es direkt zu unseren Bio-Honigsorten

7. Honiglagerung in Edelstahl
Wir lagern unseren Bio Honig ausschließlich in Lagergefäßen aus Edelstahl oder in Gläser abgefüllt.
Wie unser Honig geerntet und verarbeitet wird, liest du ausführlich auf unserer Honig-Seite
8. Varroa-Behandlung ohne Chemie
Die Varroamilbe wurde Ende der 1970er Jahren von Asien nach Europa eingeschleppt und hat seither negative Auswirkungen auf die westliche Honigbiene, die Apis mellifera. Ohne entsprechende Eingriffe durch uns Imker, würden die fleißigen Insekten die Varroose nicht überleben.
Für uns als Bio-Imker kommen nur biotechnische Verfahren wie Drohnenbrutschneiden oder totale Brutentnahme sowie zugelassene organische Säuren wie Ameisen- oder Oxalsäure zur Bekämpfung der Varroamilbe in Frage.
Du willst unsere Arbeit direkt unterstützen? Mit einer Bienenpatenschaft finanzierst du genau diese Pflege.

Fazit – Bio-Imkerei als Haltung, nicht als Label
Bio-Imkerei bedeutet für uns nicht nur die Erfüllung von Vorschriften.
Es ist eine Entscheidung die wir täglich neu treffen – für die Gesundheit der Bienen, für die Qualität unserer Produkte und für die Natur im Mühlviertel.
Wenn du mehr über unsere Arbeit erfahren möchtest oder einfach guten Bio-Honig bestellen willst: Wir freuen uns über deinen Besuch – online oder direkt ab Hof in Helfenberg.
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